Donnerstag, 17. September 2009

Etappe: Machalla - Trujillo

Distanz: 580km

Gesamtdistanz: 1100km


In Peru


Einen Tag nach Machalla überquerten wir die peruanische Grenze. Bereits am ersten Abend fielen uns interessante Unterschiede auf. Zum Beispiel die unzähligen Mototaxis (Ausgebautes Motorrad mit drei Rädern und einer Sitzbank für die Fahrgäste) die zu tausende
n in den Peruanischen Städten herumschwirren und uns schon häufig mit ihrer aggressiven Fahrweise zur Verzweiflung brachten. Die Städte hier sind zwar chaotischer, dafür aber um so lebhafter. Die Restaurants und Läden errinnern wieder mehr an Europa, leider auch durch mehr ungesundes Essen.
Die Menschen hier sind nett und herzlich, wir hatten lustige
Gespräche und wurden einige Male eingeladen. Leider haben wir auch schon Erfahrung mit korrupten Polizisten, sowie einem Trickbetrüger gemacht. Letzterer hat mit uns durch sein geschicktes Verhalten 300 Soles (100Fr) Falschgeld, gegen Echtes getauscht.
Sonst gefällt es uns hier in Peru sehr gut.





Strand - viel Wind - Casa de Ciclistas


Einen Tag Pause machten wir in Mancora, einem berühmten Ba
deort in Peru. Es sei der einzige Ort um diese Jahreszeit, wo das Meer genügend warm ist zum Baden. Wir genossen einen Tag am Strand und setzten danach unsere Reise fort. Am Tag nach Mancora hatten wir aber mit sehr starkem Gegenwind zu kämpfen. Die Landschaft verwandelte sich zunehmend in eine Wüste. Als am darauffolgenden Tag der Wind noch stärker bliess und wir kaum noch vorankamen, gaben wir uns geschlagen. Wir versuchten uns zum ersten Mal als Anhalter. Ein Pickup Fahrer brachte uns in die nächste Grosse Stadt und handelte für uns in einem Hotel einen guten Preis aus.
Da sich auf den folgenden Kilometern nichts än
dern würde, liessen wir eine Etappe aus und nahmen einen Bus.
Die letzten 200 Km fuhren wir wieder selbst. Aus der schon kargen Landschaft wurde mehr und mehr eine Sandwüste.
Einige Tage zuvor begegnete uns ein anderer Radtourist und empfahl uns eine Unterkunft in Trujillo, speziell für Radfahrer und gratis. Dort angekomme
n empfingen uns vor dem Haus gleich drei andere Tourenfahrer. Lucho der Hausherr zeigte uns unser Zimmer. Beim Einschreiben bemerkten wir, dass bereits 1185 andere Radfahrer vor uns hier waren (u. a. Claude Marthaler).
Lucho betreibt eine kleine Werkstatt und ist ein ausgez
eichneter Mechaniker. Er beseitigte alle Mängel die an unseren Rädern aufgetreten waren.
Hier lernten wir den Gast Heinz kennen, ein Deutscher, der schon seit 1963 ununterbrochen mit dem Fahrrad unterwegs ist. Er hat bereits jedes Land (keine Übertreibung!!!) und beinahe jedes Gebiet der Erde besucht, und trachtet nach dem Weltrekord.

Einen Kurzbesuch erhielten wir auch von einem Schotten, welcher den Geschwindigkeitsrekord auf der Route Transamerika (Alaska - Ushaja) aufstellen will. Der aktuelle Rekord liegt bei 140 Tagen!
Unser Zimmer ist leider sehr klein und hat nur ein Bett. Desshalb werden wir voraussichtlich noch für 2 Nächte in ein Hostal ziehen.

Wir haben beschlossen auf dem Weg nach Bolivien, Lima auszulassen und schon früher in die Anden, Richtung Cusco zu fahren.



In der Wüste:








1 Kommentar:

  1. Hallo Zämmä!
    En guete Blog händ ihr da! Spannend zum mitverfolge was so lauft bi Eu. Dä Heinz isch au en glatte Siech, sitt 1963 mitem Velo underwägs. Vo was läbt de eigetlich?

    Also, immer gnueg Luft i dä chetti und macheds guet!

    Liebe Gruess
    finliboy

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